Literaturauswahl zum Thema
Autismus-Spektrums-Störung ASS“
Fachbücher und Ratgeber:
Schneider, Karla/Köneke, Vanessa
Warum Bretter manchmal vor Köpfen kleben….
und man im Sitzen miteinander gehen kann -
ein Alltagsleitfaden für Kinder und Jugendliche mit Autismus
Das Buch von Karla Schneider und Vanessa Köneke ist ein leicht verständliches, praxisnahes und wissenschaftlich korrektes (Fach-)buch vor allem für Jugendliche mit Asperger- oder High-functioning-Autismus. Die Autorinnen verstehen ihr Buch als Kompass, welcher helfen soll, sich durch die sozialen Verflechtungen des Alltags zu navigieren. In der konkreten Tätigkeit mit Jugendlichen entstanden, werden Fragen zu unterschiedlichsten Themen aufgegriffen. Die Fragen, die sich dabei am häufigsten stellen, kennt Karla Schneider, selbst Betroffene, aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Autismustherapiezentrum Köln sehr genau: „Warum versteht mich keiner?“, „Kann ich mal eine Freundin haben?“, „Wie komme ich in der Schule besser klar?“, „Werde ich jemals einen Job haben?“ oder „Muss ich an Gott glauben?“ Die Themen, mit denen sich das Buch auseinandersetzt, sind komplex und berühren die Bereiche Liebe, Körperlichkeit und Sexualität ebenso wie Outing, Mobbing, Medikamente, Therapien und Zukunftsängste. Die Autorinnen klären auf und beraten gleichzeitig.
Ein Buch direkt für Betroffene- und ebenso ist das Buch für Geschwister, Eltern, Therapeuten und Autismuspädagogen eine große Bereicherung.
22,90 € Best. Nr. 120-04
Ein ganzes Leben mit dem Asperger-Syndrom: Alle Fragen alle Antworten: Von Kindheit bis Erwachsensein: Was Menschen mit Asperger-Syndrom weiterhilft
von Tony Attwood (Autor), Rainer Döhle (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Das erste Handbuch auch für erwachsene Aspies Alles über Diagnose, Behandlung und Leben im Alltag Kompetent: Entstanden aus 30 Jahren Erfahrung
Das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus, wird bei etwa jedem 300. Kind diagnostiziert. Dieser einzigartige Ratgeber gibt Hilfestellung bei der Diagnose und Therapie des Asperger-Syndroms erstmals auch mit dem Blick auf erwachsene Betroffene. Emotionale und soziale Fähigkeiten, Schule, Beruf und Karriere werden ebenso beleuchtet wie Partnerschaft und Familie. Ein Kapitel widmet sich der Psychotherapie bei Asperger. Fallgeschichten und eindrückliche Zitate helfen zu verstehen, wie das Innenleben eines Aspies aussieht. Tony Attwood gibt in diesem Ratgeber seine Erfahrung von mehr als 30 Jahren Arbeit mit Asperger an Eltern, Psychotherapeuten und vor allem erwachsene Betroffene weiter.
Tony Attwood ist klinischer Psychologe und der Asperger-Experte im englischsprachigen Raum. Seit über 30 Jahren arbeitet er mit Aspies, wie sich Asperger-Betroffene selbst nennen.
So helfen Sie Ihrem autistischen Kind. Praktische Tipps für ein besseres Familienleben
von Jackie Brealy (Autor), Beverly Davies (Autor)
Kurzbeschreibung
Seit Jahren machen Sie sich Sorgen und fragen sich, warum Ihr Kind anders ist als
andere Kinder. Und nun lautet die Antwort: Ihr Kind leidet an einer autistischen Störung.
In mancher Hinsicht ist es eine Hilfe, das Problem nun beim Namen nennen zu können, aber in anderer Hinsicht ändert sich dadurch gar nichts. Es bleibt Ihnen überlassen, wie Sie mit Wutanfällen, Rückzugsverhalten, schlaflosen Nächten, zwanghaftem Verhalten oder anderen Symptomen der Störung zurechtkommen.
Täglich stellen sich Ihnen Fragen wie diese: Wie kann man erreichen, dass alle Kinder morgens rechtzeitig zur Schule gehen? Wie kann man ein wenig Zeit für die Geschwister reservieren? Und wie kann man es schaffen, nachts einmal vernünftig durchzuschlafen?
- Das Buch zeigt Ihnen einfache Techniken, um mit Ihrem Kind zu kommunizieren
- wie man Verhaltensprobleme wie Flattern, Wutanfälle und Zwänge kontrollieren kann
- wie man den anderen Familienmitgliedern die Aufmerksamkeit geben kann, die sie brauchen
- wo man Rückhalt und Hilfe finden kann
- wie man die richtige Schule auswählt und Schwierigkeiten in der Schule bewältigt.
Die Autorin Jackie Brealy ist Mutter von vier Kindern – eines davon mit Asperger-Syndrom – und arbeitet als Lernassistentin mit Kindern, die unter einer autistischen Störung leiden.
Asperger: Syndrom zwischen Autismus und Normalität: Diagnostik und Heilungschancen
von Ole Sylvester Joergensen (Autor), Kirsten Hoffmann (Übersetzer), Janine Klein (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Das Buch fasst den Stand unserer heutigen Kenntnisse vom Asperger-Syndrom zusammen und vermittelt ein anschauliches Bild von den Verhaltenseigentümlichkeiten, Stärken und Schwächen betroffener Menschen, auch in Abgrenzung gegenüber anderen psychischen Störungen. Allen, die mit Asperger-Patienten zu tun haben, bietet es darüber hinaus wertvolle Hinweise auf Therapie und Heilungschancen.
Kinder und Jugendliche mit Asperger-Syndrom mögen sonderbar erscheinen, in ihrer Persönlichkeit und mit ihren speziellen Begabungen oder Interessen sind sie aber meist faszinierend und attraktiv. Wie bei „abnormen“ Persönlichkeiten die Regel, verschwimmen nicht selten die Grenzen zwischen Störung und Variabilität des sogenannten Normalen. Der Autor zeigt anhand einer Reihe von Fallstudien und auf Grund psychiatrischer Überlegungen die Eigenheiten und Übergänge einer Entwicklungsstörung, die zwar mit dem Autismus verwand ist aber näher bei der normalen psychischen Entwicklung angesiedelt ist. „Dieses Buch ist in hervorragender Weise praxisorientiert und vermittelt ein außerordentlich anschauliches Bild von den Verhaltensproblemen, den Stärken und Schwächen der betroffenen Menschen. Erfreulicherweise bietet das Buch auch Hinweise auf den Verlauf im Erwachsenenalter und verschweigt nicht die Gefährdungen, die auch den sehr gut angepassten autistischen Menschen drohen.“ Dr. Nicosia Nieß, autismus
Ich bin besonders!: Autismus und Asperger: Das Selbsthilfebuch für Kinder und ihre Eltern. Mit vielen Ratschlägen für den Alltag
von Joan Matthews (Autor), James Williams (Autor), Irmela Köstlin (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Liebevolle Hilfe für jeden Tag
Entdecken Sie die Welt Ihres Kindes
Kinder, die an Autismus oder dem Asperger-Syndrom leiden, sind in ihrer sozialen und
emotionalen Entwicklung gehemmt. Gewinnen Sie jetzt einen einmaligen Einblick in diese andere Erlebniswelt
Lernen Sie verstehen und helfen
James ist ein solch besonderes Kind. Erstmals beschreiben er und seine Mutter, wie anders autistische Kinder wahrnehmen und empfinden. Direkt aus dem Leben und mit großem Humor berichten Mutter und Sohn über die typischen Alltags-Hürden. Ein einzigartiger Erfahrungsschatz, der anderen Familien viel erklärt und erleichtert.
Nutzen Sie die vielen wertvollen Tipps
James und seine Mutter zeigen Ihnen in 75 kurzen Kapiteln erprobte Lösungen für missverständliche oder schwierige Situationen. Nutzen Sie die vielen konkreten Vorschläge: Vom Begrüßen bis zum richtigen Abstand halten und der angemessenen Lautstärke beim Sprechen. Eine so praktische Anleitung zum liebevollen Umgang mit autistischen Ki ndern finden Sie nur in diesem Ratgeber.
Das Asperger-Syndrom: Wie Sie und ihr Kind alle Chancen nutzen: Das erfolgreiche Praxis-Handbuch für Eltern und Therapeuten
von Tony Attwood (Autor), Maria Buchwald (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Neue Chancen für Ihr Kind
Endlich die richtige Diagnose: So erkennen Sie das Asperger-Syndrom
Ihr Kind entfaltet seine geistigen Fähigkeiten ganz normal, doch ist in seiner sozialen Kontaktfähigkeit gehemmt? Weder die Diagnose Autismus noch Hyperaktivität treffen auf es zu? Verschaffen Sie sich Klarheit. Zahlreiche Tests und Check-Listen liefern Ihnen ein genaue Einschätzung.
Gezielt fördern: Wie Sie Ihrem Kind helfen
Geben Sie Ihrem Kind die Chance, neues Verhalten zu lernen. Und so mit sich und anderen besser auszukommen. Asperger-Kinder sprechen auf dieses Training gut an. Hier finden Sie die besten Spiele und Übungen. Diese unterstützen z. B. seine emotionale Wahrnehmung.
Besser verstehen, was in Ihrem Kind vor sich geht
Eigentlich kommen Sie mit Ihrem Kind gut klar. Aber manchmal bleibt Ihnen sein schrulliges Verhalten rätselhaft. In ausführlichen Erfahrungs-Berichten schildern Asperger-Kinder eindrucksvoll, wie sie denken und fühlen. Und was in ihnen vor sich geht. Spez iell für Lehrer und Psychologen hält das Buch viele Anregungen bereit
Die Berufsfindung von Menschen mit Asperger-Syndrom: Eine biographische Einzelfallstudie
von Melanie Merkel (Autor)
Kurzbeschreibung
Junge Erwachsene stehen heute vor der Herausforderung
ihre eigene Biographie und insbesondere den Prozess der Berufsfindung aktiv zu gestalten. Dies ist. u.a. bedingt durch den Wandel der gesellschaftlichen Strukturen, der veränderte Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt mit sich bringt. Besonders die so genannten Schlüsselkompetenzen gewinnen für eine erfolgreiche berufliche Eingliederung an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund wird in dem Buch der Frage nachgegangen, wie ein Mensch mit Asperger-Syndrom die Aufgabe der Berufsfindung und Ausübung meistert. Das Asperger-Syndrom wird dem Autismus-Spektrum zugeordnet und kennzeichnet sich durch Besonderheiten im sozialen und kommunikativen Bereich, die häufig zu Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen führen.
Eine individuelle Antwort auf die Frage nach der Berufsfindung von Menschen mit Asperger-Syndrom wird aus der narrationsstrukturellen Analyse der Stegreiferzählung des Biographieträgers Benjamin Falk gewonnen. Sie gibt u.a. Aufschluss über seine Haltung zu seinem Beruf, über die Umgangsweisen mit gesellschaftlich gegebenen Anforderungen sowie über Strategien bei der Überwindung von Schwierigkeiten.
Ich bin was Besonderes: Arbeitsmaterialien für Kinder und Jugendliche mit Autismus / Asperger Syndrom. Mit Fakten, Informationen zum Thema Autismus
von Peter Vermeulen (Autor)
Rezension von Klaus Beyer-Dannert ( Amazon.de):
Der Autor dieses Buches hat sich einer gewiss nicht einfachen Aufgabe zugewandt: In der Therapie mit Menschen mit Autismus bearbeitet er mit ihnen auch die Frage nach ihrer Behinderung. Basierend auf seiner langjährigen Erfahrung sowohl mit Kindern und Jugendlichen als auch mit Erwachsenen, mit Menschen mit leichter geistiger Beeinträchtigung, aber auch mit überdurchschnittlich intelligenten, ist nun das vorliegende Arbeitsbuch entstanden. Im ersten Teil berichtet Vermeulen über seine Arbeit und leitet aus seinen Erfahrungen bei den Versuchen, seinen Klienten einen Zugang zum Verständnis ihrer Behinderung zu ermöglichen, Hinweise zum Prozess der Diagnosevermittlung ab. Die Anwendung des Materials „Ich bin was Besonderes“ wird anschließend detailliert dargestellt.
Der zweite Teil umfasst als Kopiervorlagen die 78 Arbeitsblätter, die diesen Zugang ermöglichen sollen. Aufeinander aufbauend, werden die Themen „Ich bin einzigartig“, „Der Körper – Eine Entdeckungsreise durch den Körper“, „Anders sein – Über Menschen, die anders sind“ und „Autismus – Eine besondere Beeinträchtigung“ bearbeitet. Die implizite Schlussfolgerung, die aus der Arbeit mit dem Material gezogen werden kann,
formuliert Vermeulen zusammenfassend so: „Du bist in einigen Dingen gut und in anderen nicht so gut. Die für dich schwierigen Dinge haben einen Namen: Autismus. Autismus ist eine Beeinträchtigung, keine Krankheit. Es ist das Ergebnis einer Hirnstörung. Das Gehirn von autistischen Personen arbeitet anders als das von Menschen ohne autistische Züge und da Autismus mit dem Gehirn zu tun hat, ist es ein Teil deines Inneren und nicht von außen erkennbar. Allerdings ist Autismus nicht vollkommen unsichtbar, denn Menschen mit autistischen Zügen verhalten sich und reagieren anders als andere Menschen. Alle Menschen Störungen aus dem Formenkreis Autismus haben unterschiedliche Ausprägungen, und daher unterscheidest auch du dich von anderen autistischen Personen. Du hast jedoch auch einige Gemeinsamkeiten mit ihnen.“ (S. 17f.)
Verstehen, was mit ihnen „los ist“, ist sicherlich ein starkes Bedürfnis von Menschen mit Autismus. Diese Frage ein Stück weit zu beantworten, bedarf großer Sensibilität und sehr individueller Überlegungen. Dass daher diese Veröffentlichung nicht als „Rezeptbuch“ verstanden werden kann, macht Vermeulen immer wieder selbst deutlich. Seine gut verständlichen und nachvollziehbaren Vorüberlegungen zum Einsatz des Programms sind ebenso zur Kenntnis zu nehmen wie seine Hinweise zur Vorbereitung und Gestaltung der Sitzungen. Mit Blick auf die Person, mit der man arbeiten möchte, sind sie kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren. Wichtig und bedenkenswert erscheint auch die Überlegung des Autors, dass die Frage nach der Behinderungsverarbeitung am besten mit einem Therapeuten bearbeitet werden sollte, der nicht im alltäglichen Umgang mit dem Betroffenen tätig ist, sondern dies in einer davon – auch personell – getrennten Situation geschehen sollte.
Sicherlich legt der Autor hier kein für jeden gleichermaßen geeignetes Lernpaket vor. Wir bekommen mit dieser Mappe aber eine wertvolle Hilfe in die Hand, an der wir uns orientieren können, aus der wir auswählen können, wenn wir uns gemeinsam mit einem Betroffenen der Aufgabe stellen, zu verstehen, was es heißt, „was Besonderes“ zu sein.
Elternleitfaden Autismus: Wie Ihr Kind die Welt erlebt. Mit gezielten Therapien wirksam fördern.
von Brita Schirmer (Autor)
Kurzbeschreibung
Eltern mit einem autistischen Kind suchen gezielte Informationen zu drei Themenbereichen: 1. Was ist Autismus? 2. Was hilft speziell unserem Kind? 3. Wie ist der richtige Umgang im Alltag? Zu allen drei Themen bietet dieser Ratgeber fundierte Informationen direkt aus der jahrelangen Elternberatung ergänzt um Berichte aus Selbsthilfegruppen, Fallbeispielen, Erfahrungsberichte. Ein wichtiger Schwerpunkt wird auf die Innensicht gelegt: Wie erlebt mein autistisches Kind die Welt? Welche Therapie ist für welches Defizit geeignet? Und wie findet man die richtige Lebensstrategie? Bei über 70 Therapien liefert dieses Buch endlich die lang erwartete Orientierungshilfe, um die individuell beste Förderung zu finden.
Über den Autor
Brita Schirmer ist Lehrerin an Sonderschulen in Berlin. Sie gibt die Schriftenreihe Autismus. Studien, Materialien und Quellen heraus und ist Vorstandsmitglied des Institutes für Autismusforschung Hans E. Kehrer. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Lehrerin in unterschiedlichen Funktionen hat sie immer wissenschaftlich gearbeitet, Lehraufträge an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam wahrgenommen, in Büchern und Fachzeitschriften publiziert und zahlreiche Vorträge gehalten.
Wohnen so normal wie möglich: Ein Wohnprojekt für Menschen mit Autismus (Asperger-Syndrom))
von Theo Klauß (Autor)
Kurzbeschreibung
Der normale Wunsch, eine eigene Wohnung zu beziehen und dort selbstbestimmt leben zu können, ist für Menschen mit Asperger-Syndrom nur schwer zu erfüllen, weil sie zwar
nicht kognitiv beeinträchtigt sind, bei der Alltagsbewältigung und beim sozialen Miteinander jedoch meist besondere Unterstützung benötigen. Für drei junge Männer mit dieser Form des Autismus bot ein zweijähriges Wohntraining der Lebenshilfe Nürnberg die Chance, sich praktische und sozial-kommunikative Kompetenzen anzueignen, die für ein möglichst eigenständiges Wohnen erforderlich sind. In der von der Aktion Mensch unterstützten Wissenschaftlichen Begleitung wurde untersucht, wie sich der Bedarf an Unterstützung und Assistenz nach Einschätzung der pädagogischen Begleiterinnen und Begleiter, der Eltern und der Projektteilnehmer selbst im Projektverlauf veränderte. Außerdem enthält dieser Bericht Erkenntnisse darüber, wie viel Zeit für die Begleitung in den unterschiedlichen und für das gemeinsame Wohnen relevanten Lebensbereichen aufgewandt wurde. Die vorgestellten Ergebnisse belegen, dass Menschen lernen und sich dabei nachhaltig weiter entwickeln können, wenn ihnen durch geeignete Rahmenbedingungen und eine aus sie zugeschnittene Assistenz und Hilfe die Chance dazu eröffnet wird.
Colines Welt hat tausend Rätsel: Alltags- und Lerngeschichten für Kinder und Jugendliche mit Asperger-Syndrom
von Melanie Matzies (Autor), Nicole Schuster (Autor)
Kurzbeschreibung
Dieses Fachbuch für Autismus gibt einen tiefen Einblick in die Weltsicht autistischer Menschen. Die Autorinnen lassen dazu die fiktive Autistin Coline in literarischen Texten aus deren Leben erzählen. Diese Texte stehen praxisorientierten Lerngeschichten (sozialen Anleitungen) gegenüber und gehen alltäglichen Fragen nach, wie z. B. „Warum geben Menschen einander die Hand?“ oder „Wie verliebt man sich?“ Diese Kombination – Perspektiven eines autistischen Menschen und an Alltagsfragen orientierte Sachtexte – ist neuartig. Dadurch wird das Buch für autistische wie auch für nicht-autistische Menschen gleichermaßen attraktiv und ebenso für Therapeuten und Lehrer zu einer gewinnbringenden Lektüre.
Psychotherapie/Menschen mit Asperger-Syndrom: Konzepte für eine erfolgreiche Behandlung aus Betroffenen- und Therapeutensicht
von Christine Preißmann (Autor)
Kurzbeschreibung
Zur therapeutischen Behandlung von Menschen mit Asperger-Autismus gibt es nur wenige Publikationen, obwohl hier großer Bedarf besteht.
Viele wichtige Aspekte der Therapie werden in diesem Buch nicht nur beschrieben, sondern auch anhand von Beispielen aus der eigenen Erfahrung der Autorin als Patientin verdeutlicht. Durch ihre psychotherapeutische Weiterbildung kann sie dabei von beiden Seiten berichten. Dies stellt die Besonderheit des Buches dar, das damit die Lücke schließt zwischen der Fachliteratur einerseits und den Erfahrungsberichten der Betroffenen andererseits – was bislang einmalig ist.
Das Buch macht Mut: Therapeuten und andere beteiligte Berufsgruppen können und sollen sich der gemeinsamen Herausforderung einer Behandlung der betroffenen Menschen stellen.
Diagnose und Therapie von Autismus-Spektrum-Störungen: Grundlagen und Praxis
von Ronnie Gundelfinger (Herausgeber), Hans-Christoph Steinhausen (Herausgeber)
Kurzbeschreibung
Dieser Band ist dem Konzept der Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) gewidmet. Er vereinigt Beiträge namhafter Experten zu den Grundlagen, der Diagnose und Therapie, die den großen Fortschritt in der Forschung und die damit einhergehende Entwicklung neuer Sichtweisen verdeutlichen. Für den klinischen Praktiker werden zusätzlich Übersichten bereitgestellt, die für das Verständnis der Ursachen, des Verlaufs, der Diagnose und Therapie wegweisend sein können. Spezielle neue Therapieprogramme werden vorgestellt, die für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ASS eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität bedeuten können.
Über den Autor
Prof. Dr. med. Dr. phil. Hans-Christoph Steinhausen studierte Medizin und Psychologie, anschließend Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, zum Klinischen Psychologen und Verhaltenstherapeuten. Tätigkeiten an den Universitäten Hamburg und Berlin, seit 1987 Lehrstuhlinhaber für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Zürich und Ärztlicher Direktor des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Zürich.
Autismus-Spektrum-Störungen
von Christine M. Freitag (Autor)
Kurzbeschreibung
Zum Autismus-Spektrum gehören Diagnosen wie „frühkindlicher Autismus“, „atypischer Autismus“ und „Asperger-Syndrom“. Alle Störungsbilder umfassen qualitative Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion, der Sprache sowie stereotypes und repetitives Verhalten. Für Eltern und das weitere Umfeld sind diese Verhaltensstörungen oft sehr belastend und lösen große Verunsicherung aus. Eine gute therapeutische und beratende Begleitung ist daher für alle Betroffenen besonders wichtig. Dieses Buch stellt Grundlagen der Diagnostik, Differentialdiagnose und Ätiologie sowie unterschiedliche therapeutische Ansätze ausführlich dar. Ergebnisse der neueren Forschung werden anschaulich zusammengefasst und für die Weiterentwicklung von Therapieansätzen eingeordnet. Ein Kapitel ist der Komorbidität gewidmet, da klassische psychotherapeutische Verfahren bei Personen mit autistischen Störungen häufig modifiziert werden müssen.
Über den Autor
Christine M. Freitag, geboren 1967, studierte Evangelische Theologie und Medizin iTübingen und Berlin. Mit der Examensarbeit „Das religiöse Fundament des moralischen Handelns – Zur Ethik Paul Tillichs“ erhielt sie das 1. Kirchliche Examen in Evangelischer Theologie. Ihre Dissertation schrieb Christine M. Freitag an der Abteilung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Humboldt Universität, Charite, Berlin. Zur Zeit arbeitet sie in der Abteilung für Neuropädiatrie der Universitätskinderklinik Heidelberg
Autismus: Was Betreuer und Eltern wissen müssen
von Susan Dodd (Autor)
Kurzbeschreibung
Je nach Diagnosekriterium werden pro Jahr 200 bis 4000 Kinder mit Autismus geboren, die – mehr oder weniger – intensive Betreuung im Alltag benötigen. Die Schulung von Eltern und Betreuern in den praktischen Alltagsroutinen zwischen Zähneputzen und Zubettgehen, insbesondere im Bereich der Kommunikation über gemeinsames Tun, gelingt Susan Dodd in ihrem kompetenten und mit vielen praktischen Hilfsmitteln gespickten Buch auf nachgerade mitreißende Weise. Das Buch wird jedem, der im Umfeld einem autistischen Menschen begegnet, einen Schlüssel liefern, um die kommunikativen Probleme integrativ und wirksam zu lösen – und anhand der Lernhilfen überraschende Erfahrungen mit dem emotionalen Verstehen bis hin zum Lesen im Gesichtsausdruck machen.
Über den Autor
Susan Dodd ist eine der führenden Heilpädagoginnen Australiens (Ba DipEd, MA) und Mitglied der Australian Autism Association of NSW. Sie beschreibt in ihrem Buch ein Lernprogramm mit autistischen Kindern, das sie sehr erfolgreich für die praktische Anwendung weiterentwickelt hat.
Autistische Menschen: Leben in stationärer Betreuung
von Stefan Müller-Teusler (Herausgeber)
Kurzbeschreibung
Dieses Buch betritt Neuland. Es liegt nun erstmalig ein Fachbuch vor, das die Betreuung erwachsener Menschen aus dem autistischen Spektrum in ihren diversen Formen der stationären Betreuung aufgreift.
Mit einem Beitrag: „Das optimale Behinderten-Testament“
Zu den Autoren:
Helen Blohm ist Mitbegründerin des Weidenhofes. 1972 wurde sie Gründungsmitglied des „Vereins zur Förderung autistischer Kinder“ in Hamburg und war bis 1977 Vorstandsmitglied. 1977 bis 1999 war Helen Blohm Vorsitzende des Bundesverbandes „Hilfe für das autistische Kind, Vereinigung zur Förderung autistischer Menschen e.V.“ Sie ist Vorstandsmitglied der Stiftung Irene. Eberhard Geißler ist als Sonderschullehrer in der Außenstelle Förderzentrum der Comeniusschule Schule Hilpoltstein tätig. Der Förderschwerpunkt liegt in dieser Einrichtung auf der geistigen Entwicklung. Seit 1995 betreut Eberhard Geißler dort die Muschelkinder, eine Einrichtung zur Beschulung von Kindern mit der Diagnose „frühkindlicher Autismus“. Rainer Hoehne, Professor Dr., ist Facharzt für Kinderheilkunde mit der Fachrichtung Sozialpädiatrie. Er war Professor für Sozialpädiatrie im Fachbereich Sozialwesen der FH Nordostniedersachsen, jetzt Universität Lüneburg und übt eine Sozialpädiatrische Tätigkeit im Werner-Otto-Institut, Hamburg, aus. Prof. Dr. Rainer Hoehne ist langjähriges Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Bundesverbandes „autismus“ und Vorstandsmitglied der Stiftung Irene Günther Hoffmann ist als Rechtsanwalt und Notar in Bremen tätig. Er hat sich als Fachanwalt für Erbrecht eine Namen gemacht und ist zertifizierter Testamentsvollstrecker (AGT). Günter Hoffmann ist Mitautor des Buches „Das Recht der behinderten Menschen“ sowie von Kommentaren und Fachbüchern zum Sozial- und Behindertenrecht. Theo Klauß, Professor Dr. phil., ist Theologe und Diplom-Psychologe und seit 1996 Professor für Geistigbehindertenpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen bei der Bildung von Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung, Autismus, Auffällige Verhaltensweisen sowie in der Kooperation Pädagogik-Familie. Prof. Dr. Theo Klauß ist außerdem in Beratung, Therapie und Teamsupervision in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen tätig und hat Erfahrungen in Leitungstätigkeit und Qualitätsmanagement. Dieter Mattner, Prof. Dr. phil., Dipl.-Päd., Sonderschullehrer, ist Professor an der staatlichen Fachhochschule Darmstadt. Arbeitsschwerpunkte sind die Verhaltensgestörtenpädagogik, Psychomotorik, Mototherapie und die MCD/HKS/ADS-Problematik. Prof. Dr. Mattner ist bekannt durch seine leibphänomenologischanthropologischen Untersuchungen zur menschlichen Natur, durch heilpädagogische Anthropologie/Ethik und durch Forschungen zu historisch-gesellschaftspolitischen Aspekten zum Phänomen Behinderung. Susanne Müller-Deile ist Grund- und Hauptschullehrerin. Seit November 2005 ist sie Vorstandsvorsitzende der Stiftung Irene. 1990 bis 2006 war Susanne Müller-Deile Vorsitzende in Elterngremien von Kindergarten, Grundschule und Gymnasium. Stefan Müller-Teusler, Diplom-Sozialpädagoge, MBA Management in der Sozialwirtschaft, war Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Lüneburg, Institut für Sozialpädagogik und lehrt dort noch als Lehrbeauftragter. Heute ist er Heimleiter des Weidenhofes in Hitzacker. Außerdem ist er Gründungsmitglied und Gesellschafter am Institut für Sozialforschung und berufliche Weiterbildung gGmbH, Neustrelitz, und in der Fort- und Weiterbildung tätig. Katja Nolte ist Erzieherin und war in der Heimleitung und im Qualitätsmanagement in Wohnheimen tätig. Sie hat mit verhaltensauffälligen Jugendlichen und seelisch behinderten Menschen gearbeitet. Außerdem arbeitete sie mit alten Menschen und in der medizinischen Rehabilitation. Seit 2004 übt Katja Nolte die Heimleitung der Wohn- und Therapiezentren für autistische Menschen, Haus Waldschlösschen & Haus am Kyffhäuser, aus. Träger ist das Internationale Bildungs- und Sozialwerk. Brita Schirmer, Dr., Dipl.-Lehrerin, ist seit vielen Jahren schwerpunktartig mit Schülerinnen und Schülern mit Autismus- Spektrum-Störung tätig. Dr. Brita Schirmer ist Herausgeberin der Schriftenreihe „Autismus. Studien, Materialien und Quellen“. Sie ist Vorstandsmitglied des Institutes für Autismusforschung Hans E. Kehrer und seit 1997 mit Aufbau und Leitung einer Elterngruppe in Berlin befasst. 2006 erschien ihr Buch „Elternleitfaden Autismus“. Ella Sebastian-Strube, Diplom-Pädagogin, war in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung tätig und leitete eine Wohneinrichtung für Menschen mit Autismus. Derzeit arbeitet sie in einer Beratungsstelle für erwachsene Menschen mit Behinderung und ist selbstständige Referentin für Seminare für Menschen mit und ohne Behinderung. Ella Sebastian-Strube ist ehrenamtliche Unterstützerin des Lebenshilfe-Rates in Köln und Bewohnersprecherin in einer Einrichtung für Menschen mit Autismus.
Autismus-Spektrum-Störungen: Ein integratives Lehrbuch für die Praxis
von Angelika Enders (Herausgeber), Michele Noterdaeme (Herausgeber)
Kurzbeschreibung
Störungen aus dem autistischen Spektrum sind komplexe Krankheitsbilder, die ein äußerst vielfältiges Erscheinungsbild zeigen. In dem vorliegenden Buch werden die Kernsymptome sowie die komorbiden Störungen, die diagnostische Vorgehensweise, die Behandlung und der Verlauf der Störung ausführlich anhand von konkreten Beispielen dargestellt. Die Bedeutung einer frühen Erkennung und einer interdisziplinären Behandlung werden betont. Der Text wird durch Videoclips (beiliegende DVD) und einen Überblick über die aktuellste Literatur und Forschungsergebnisse ergänzt.
Der TEACCH Ansatz zur Förderung von Menschen mit Autismus: Einführung in Theorie und Praxis
von Anne Häußler (Autor)
Rezension von A. Weise (Amazon.de)
Das Buch ist meiner Meinung ein wahres „Muss“ für Lehrer, Eltern und Betreuer von Menschen mit Autismus.
Nach einem kurzen Kapitel zu der Geschichte und den Grundlagen von TEACCH erläutert Anne Häußler noch einmal die kognitiven Besonderheiten von Menschen mit Autismus und benennt die daraus resultierenden Erschwernisse beim Lernen und Konsequenzen für die pädagogische Förderung.
In den darauf folgenden Kapiteln geht es dann um den TEACCH-Ansatz an sich, um Strukturierung und Visualisierung in der Förderung. Es werden konkrete Hilfen und Anregungen gegeben. Zur Veranschaulichung dient außerdem ein konkretes Fallbeispiel.
Dem Untertitel „Einführung in Theorie und Praxis“ wird das Buch auf jeden Fall gerecht. Die zahlreichen Ideen und Beispiele bilden einen guten Ausgangspunkt zum Entwickeln von Hilfen in seinem eigenem „Fall“.
Dass dieses Buch sowohl für Lehrer als auch für Eltern nützlich ist, spiegelt einen Grundbestandteil des TEACCH-Programmes wieder: die Beteiligten müssen partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Auch wenn ich mich wiederhole: Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!
Herausforderung Autismus: Authentische Einblicke in die „andere Welt“
von Petra Scho (Autor)
Kurzbeschreibung
Von der »anderen Welt« des Autismus geht immer noch eine eigentümliche Faszination aus. Diese basiert allerdings häufig auf Vorurteilen, Verallgemeinerungen und
Unverständnis. Die Heilpädagogin und Autorin Petra Scho hat es sich daher in ihrem Buch
»Herausforderung Autismus« zur Aufgabe gemacht, uns realistische und authentische
Einblicke in den Lebensalltag betroffener Menschen zu gewähren. Dabei spricht sie die
besonderen Probleme in der Arbeit mit Autisten genauso an wie die zahlreichen Möglichkeiten, mit diesen Problemen konstruktiv umzugehen. Natürlich werden hier auch immer wieder Grenzen des Machbaren deutlich. Das Buch beschäftigt sich unter anderem mit Themen wie Kommunikation, Zwänge, Strukturen, Kleidung, Aggressionen, Arbeit, Medikamente, Essen, Freizeit, Gefühle und Wahrnehmungsstörungen. Aber auch Bereiche wie Elternarbeit, Pflege, Fixierungen und die besonderen Anforderungen an Helferinnen und Helfer werden dargestellt und erörtert. Es ist ein mitten aus der alltäglichen Praxis heraus geschriebenes mitreißendes und beeindruckendes Buch, welches das Verständnis für Menschen mit autistischen Behinderungen zu wecken vermag, differenziert und kompetent über wichtige Fakten und Zusammenhänge informiert und Angehörigen sowie Fachkräften im pflegerisch-erzieherischen Umfeld wertvolle Hilfen vermitteln kann.
Über den Autor
Petra Scho, Jahrgang 1960, arbeitet seit über 20 Jahren mit Menschen aller Altersstufen, die extreme Wahrnehmungsstörungen (unter anderem Autismus) aufweisen. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit großer Freude in ihrem Garten, der ihr einen Ausgleich zur beruflichen Arbeit schafft.
Der frühkindliche Autismus und das Asperger Syndrom
von Martin Wiesbrock (Autor)
Kurzbeschreibung
Hausarbeit aus dem Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Benotung: 2, 12 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch
Warum Bretter manchmal vor Köpfen kleben
von Karla Schneider und Vanessa Köneke (Autoren)
Das Buch der Autorinnen ist ein leicht verständliches, praxisnahes und wissenschaftlich korrektes (Fach)buch vor allem für Kinder mit Asperger- oder High-funct.ioning-Autismus.
Die Autorinnen verstehen ich Buch als Kompass, welches helfen soll, sich durch die sozialen Verflechtungen des Alltags zu navigieren. In der konkreten Tätigkeit mit Jugendlichen entstanden, werden Fragen zu unterschiedlichsten Themen aufgegriffen.
Die Fragen, die sich dabei am häufigsten stellen, kennt Karla Schneider aus ihrer persönlichen Lebensgeschichte und aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Autismustherapiezentrum Köln sehr genau: „Warum versteht mich keiner?“, „Kann ich mal eine Freundin haben?“, „Wie komme ich in der schule besser klar?“, „Werde ich jemals einen Job haben?“, oder „Muss ich an Gott glauben?“ Die Themen, mit denen sich das Buch auseinandersetzt, sind komplex und berühren die Bereiche Liebe, Körperlichkeit und Sexualität ebenso wie Outing, Mobbing, Medikamente, Therapien und Zukunftsängste. Die Autorinnen klären auf und beraten gleichzeitig.
Ein Buch direkt für Betroffene – ebenso ist das Buch für Geschwister, Eltern Therapeuten und Autismuspädagogen eine große Bereicherung.
Erscheinungstermin: voraussichtlich Juni 2009,“ Kleine Wege Verlag“
Erfahrungen und Biografien:
Ein guter Tag ist ein Tag mit Wirsing: Das Asperger-Syndrom aus der Sicht einer Betroffenen
von Nicole Schuster (Autor)
Kurzbeschreibung
Warum ist ein Tag mit Wirsing ein guter Tag? Weil er ein ganz normaler, genau geplanter Tag ist. Für Nicole Schuster sind solche Tage supergute Tage. Die Autorin hat das Asperger-Syndrom, eine leichte Form des Autismus. Sie beschreibt auf aktuellem Forschungsstand und unter Einbeziehung eigener Erfahrungen, was das Asperger-Syndrom ist. Es ist ein Buch entstanden, das wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen und Eindrücken verbindet. Auf einzigartige Weise werden so die Schwierigkeiten, aber auch die besonderen Stärken der betroffenen Menschen deutlich. Die junge Frau hat einen beachtlichen Weg zurückgelegt, vom stummen und teilnahmslosen Kleinkind bis hin zu einer weltoffenen und sensiblen Erwachsenen. Auch wenn sie ihre Symptome mittlerweile ganz gut im Griff hat, wird sie niemals ein Leben ohne Autismus führen können. Nicole Schuster weiß, dass ihr manches vielleicht für immer verschlossen bleiben wird. Doch anstelle darüber zu trauern, versucht sie, Tag für Tag ihren Weg zu gehen. Autistisch sein heißt für sie, Genuss in kleinen Dingen finden zu können und schon allein dann glücklich zu sein, wenn ein Tag wie jeder andere ist.
Elf ist freundlich und Fünf ist laut: Ein genialer Autist erklärt seine Welt
von Daniel Tammet (Autor)
Pressestimmen
„Dieses Buch ist eine Sensation, weil es uns einen einzigartigen Einblick in die Welt der Savants gewährt (…). Daniel Tammets Sichtweise lässt uns unser eigenes Leben mit anderen Augen sehen. Er öffnet uns den Blick für die Wundermaschine Gehirn. Er rückt das Wesen Mensch in ein anderes Licht.“ Melanie Mühl/Frankfurter Allgemeine Zeitung
Pressestimmen
„Tammet ist selbst eine Art Primzahl unter den Lebenden; er gehört zu den wenigen Menschen mit spektakulären Inselbegabungen. Kaum 50 seinesgleichen gibt es auf Erden. Und nur er ist fähig zu sagen, was in einem solchen Kopf vorgeht.“
Heute singe ich mein Leben: Eine Autistin begreift sich und ihre Welt
von Dawn Prince-Hughes (Autor), Barbara Röhl (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Sechsunddreißig Jahre lang versucht sich Dawn Prince-Hughes an eine Welt anzupassen, die ihr immer bedrohlicher erschienen ist. Dann erst steht die erschütternde Diagnose fest: Sie leidet am Asperger-Syndrom, einer seltenen Form von Autismus. In ihrer bewegenden Geschichte erzählt die heutige Anthropologin, wie sie trotz ihrer Kindheit in der Welt zurechtkommt. – Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Häschen in der Grube
von Nadine Brache (Autor)
Kurzbeschreibung
Nadine Brache hat ihren Beruf gefunden
Die Krankheit ist ihr nicht anzumerken. Wenn sie lacht, sprühen ihre Augen – sie ist auf Anhieb sympathisch. Doch es gibt auch andere Tage.“Dass man mir die Krankheit nicht ansieht, kann ein großer Nachteil sein, denn dadurch werde ich schnell überfordert“, erzählt sie. Nach der Diagnose hat sie einen Weg gefunden, mit ihrer Krankheit umzugehen. „Die professionellen Helfer waren dabei genauso wichtig, wie Freunde und meine Familie“, erzählt Nadine Brache, die heute dazu in der Lage ist, stundenweise in der Evangelischen Stiftung Alsterdorf als Verwaltungsangestellte zu arbeiten. Mit ihrem ausgeprägten Ordnungssinn bringt sie hier das Archiv auf Vordermann.
Für Eltern, Erzieher und Pädagogen, die sich in die Erlebniswelt von „besonderen“ Kindern versetzen möchten .Ahrensburg – Sie weiß nicht, was mit ihr ist. Sie weiß nur, dass sie anderes ist. Anders als andere Kinder, anders als andere junge Frauen, die Spaß am Leben haben, die gerne in die Disco gehen, mit Freunden lachen, die bis über beide Ohren verliebt sind und Zärtlichkeiten mit ihrem Freund genießen. Bei Nadine Brache ist alles anders. Warum, das hat sie erst spät erfahren – nach einem langen Weg auf der Suche nach Antworten. Hochbegabt, Angst, ADHS? Viele Diagnosen standen zur Disposition. Die endgültige und richtige war schlimm für sie, denn sie bedeutete
„lebenslänglich ohne Chance auf Heilung“: Asperger Syndrom. Die Diagnose hat viel
verändert, denn ich habe gelernt, damit zu leben“, erzählt die junge Frau, die heute 33
Jahre alt ist und in Ahrensburg lebt, „und ich habe gelernt, dass ich nicht dumm bin. Ich bin nur anders.“ Bei einem Umzug hat sie ihre alten Tagebücher gefunden und kurzerhand beschlossen, ihre Geschichte aufzuschreiben und anderen von ihrem Leben, ihren Ängsten und Schwierigkeiten zu erzählen. Und sie möchte die Krankheit „Asperger Syndrom“ bekannter machen, damit die Diagnose bei anderen schneller gestellt werden kann als bei ihr. Dass derzeit gerade der Kinofilm „Ben X“, der das Leben eines jungen Mannes mit Asperger Syndrom beschreibt, mit Preisen überschüttet wird, ist hilfreich bei ihrem Ansinnen.
Niemand konnte ihre Welt verstehen Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Bis dahin schlitterte sie von einer Katastrophe in die andere – in der Schulzeit in Ahrensburg, in der niemand ihr Verhalten verstehen konnte, in den Berufsausbildungen, für die sie gänzlich die Falsche war. Sie alle scheiterten an ihrer Krankheit, durch die sie nicht in der Lage ist, Wahrnehmungen zu verarbeiten, Hintergrundgeräusche auszufiltern, die Mimik und Gestik ihres Gegenübers zu deuten, Ironie zu verstehen. Sie versinkt in Tagträume, hat kein Verhältnis zu Zahlen, dafür aber einen peniblen Ordnungssinn. Sie erträgt keine Nähe, Berührungen sind ihr ein Grausen. Sie ist am liebsten allein und braucht ihren Rückzugsort, den sie mit niemandem teilt, außer mit ihren Kaninchen.
und dass jeden Tag Weihnachten wär’. Wünsche und Gedanken einer jungen Frau mit Asperger-Syndrom
von Christine Preissmann (Autor)
keine Kurzbeschreibung und Rezension vorhanden
Heute singe ich mein Leben. Eine Autistin begreift sich und ihre Welt
von Dawn Prince-Hughes (Autor), Dawn Prince- Hughes (Autor)
Kurzbeschreibung
Sechsunddreißig Jahre lang versucht sich Dawn Prince-Hughes an eine Welt anzupassen, die ihr immer bedrohlicher erschienen ist. Dann erst steht die erschütternde Diagnose fest: Sie leidet am Asperger-Syndrom, einer seltenen Form von Autismus. In ihrer bewegenden Geschichte erzählt die heutige Anthropologin, wie sie trotz ihrer Kindheit in der Welt zurechtkommt.
Asperger-Syndrom: Fluch oder Chance
von Elisabeth Hughes (Illustrator), Claudia Fendrich (Herausgeber, Fotograf)
Kurzbeschreibung
Das besondere an diesem Buch ist die Zusammensetzung:
Teil I: 28 Seiten objektive Einführung in die Thematik „Asperger-Syndrom“. Begriffsbildung, Autismus, Das Autismusspektrum, Unterscheidungsformen innerhalb des Spektrums, Leo Kanner, Kanner-Syndrom, Genetische Faktoren, Hirnschädigungen, HansAsperger, Asperger-Syndrom, Inselbegabung, Soziale Interaktion, Kommunikation, Repetitive und stereotype Verhaltensmuster, Gefühlsblindheit, Differentialdiagnose, Komorbide Störungen, Langzeitverlauf, Schule, Ausbildung, Beruf, Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Medikamentöse Behandlung, Ergänzende Maßnahmen, Betroffene
Teil II: Lebensgeschichte einer Betroffenen Chronologisch geordnete Jahre durchlebte Erfahrung mit dem Asperger-Syndrom, aus der Sicht einer Betroffenen, kombiniert mit einem Stil einer „normalen“ Erzählerin, der durch die Zeit die Überleitungen zu den Ereignissen schreibt. 14 -
Es ist ein Erzählstil, der beide Welten EINER Geschichte beschreibt (1. und 3. Person unterscheiden sich in unterschiedliche Schrifttypen). Die 28 vorangestellten Seiten (Teil I) dienen für Nicht-Betroffene als sehr hilfreiches Hintergrundwissen, für die Unerklärlichkeiten mancher Verhaltensweisen einer Person mit dem Asperger-Syndrom. Die autistische Sichtweise beschreibt, wie die Betroffene sich helfen konnte, nicht zu schnell in der Gesellschaft aufzufallen.
Der Verlag über das Buch
Mit 29 Jahre erhielt eine junge Frau die Diagnose: Asperger-Syndrom. Die Ursache ihres lebenslangen Kampfes mit Depressionen war gefunden. Ihre Verzweiflung war groß als sie erfuhr, dass dieses Syndrom nicht heilbar war. Nach einer Zeit der Entscheidungs- und Handlungslosigkeit, schaffte sie es, ihrer zunächst aussichtslosen Situation zu entkommen. Die junge Frau fand mit ihrer Persönlichkeit, ihren Interessen und Fähigkeiten eine neue Lebensaufgabe. Eine Frau erzählt aus ihrem Leben, wie sie die negativen Seiten des Asperger-Syndroms durchlebt, überwunden und gemeistert hat und heute unauffällig in der Gesellschaft lebt. „Lara Leander“ möchte auf eine Zeitreise zwischen der „normalen“ und ihrer autistischen Welt einladen.
Ich bin Autistin – aber ich zeige es nicht. Leben mit dem Asperger-Syndrom.
von Liane H. Willey (Autor)
Rezension von: Schäfer „Catwood“ (Amazon.de)
Meine beiden Mädchen waren bereits 16 und 18 Jahre alt, als das Asperger- Syndrom diagnostiziert wurde. Was mussten sie bis dahin alles mitmachen! Es war ein weiter Weg. Viele Bücher habe ich darauf hin gelesen zu diesem Thema. Es ging dabei stets um Kleinkinder und Schulkinder. Jugendliche, Erwachsene? Was machen die?
Bis ich auf dieses Buch stieß.
Endlich lernte ich richtig zu begreifen, was mit diesen Menschen los ist, wie verschiedenartig sie trotz dem gleich Syndrom sind und wie schwierig es ist, dies zu erkennen. Auch für sie selber.
Vor allem lernen diese Menschen oft ( wenn sie die Kindheit ohne erkannt zu werden hinter sich gelassen haben) mit zunehmendem Alter sich nach außen hin relativ „normal“ wie die anderen zu verhalten und zu benehmen, was aber eine unbegreifliche Anstrengung bedeutet, körperlich, geistig und seelisch.
Ich kann diese Buch absolut empfehlen, für Betroffene und Nichtbetroffene.
Viele Hilfen für die Asperger selbst, für Freunde, Lehrer, Arbeitgeber sind dort endlich zu finden.
Hörst du mich? Leben mit einem autistischen Kind
von Valerie Paradiz (Autor)
Kurzbeschreibung
Elija ist nicht wie andere Kinder, Elija ist anders. „Asperger Syndrom“ – eine besondere Form des Autismus – lautet schließlich die Diagnose für sein rätselhaftes Verhalten, der Beginn eines langen und steinigen Weges für Mutter und Kind. Valerie Paradiz schreibt auf sehr einfühlsame, anrührende und poetische Weise die Chronik der Krankheit ihres Sohnes. Fundiert und kenntnisreich erklärt sie das Phänomen „Asperger Syndrom“ mit seinen Besonderheiten. Anhand von berühmten genialen Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder Andy Warhol, die heute wahrscheinlich als Autisten gelten würden, zeichnet sie ein anderes Bild des Autismus und verleiht dieser fremden, geheimnisvollen, reichen inneren Welt eine Stimme. Ihr eindrucksvoller Erfahrungsbericht wendet sich gleichermaßen an das interessierte Publikum wie an Fachleute.
Wolkenspringer: Von einem genialen Autisten lernen
von Daniel Tammet (Autor)
Kurzbeschreibung
Jeder kann über sich hinauswachsen und seine Gedächtnisleistung verbessern, davon ist Daniel Tammet überzeugt. Er gehört zu ungefähr hundert Savants auf der Welt, die außergewöhnliche geistige Fähigkeiten besitzen. Doch im Gegensatz zu den anderen kann Tammet sich seiner Umwelt mitteilen und seine Denkprozesse beschreiben. Wissenschaftler meinen, dass diese besonderen Fähigkeiten in jedem von uns schlummern und wir sie nur aktivieren müssen. Auch Tammet denkt so und regt an, die unkonventionellen Lernformen eines Autisten zu nutzen. Und wer weiß, vielleicht sind wir dann bald wie er in der Lage, die Zahl Pi bis zur 22.514sten Stelle zu rezitieren oder eine Woche vor dem Urlaub die jeweilige Landessprache zu erlernen.
Buntschatten und Fledermäuse: Mein Leben in einer anderen Welt
von Axel Brauns (Autor)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Buntschatten und Fledermäuse, so unterscheidet Axel Brauns die Menschen in seiner Umgebung. Buntschatten verhalten sich ruhiger und lassen ihm die Chance, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Fledermäuse hingegen flattern wild um ihn herum, und in ihrer Gegenwart fühlt er sich nicht wohl. Axel ist Autist und lebt in einer anderen Welt. Sein Buch gewährt uns einen tiefen Einblick in diese abgegrenzte, auf einer eigenen Ordnung beruhenden Welt, in der sich Axel wohl fühlt, die er aber gezwungenermaßen verlassen muss, um in unserer Gesellschaft nicht unter die Räder zu kommen.
Im Alter von zwei Jahren bricht die Krankheit aus: Axels Wahrnehmung verblasst, er verliert die Fähigkeit, seine Mitmenschen zu erkennen und zu verstehen, sein Sprachvermögen versiegt. Doch die Eltern kämpfen unermüdlich dagegen an, dass ihr Sohn in der sozialen Isolation versinkt. Mit viel Mühe, Geduld sowie einigen Trickserien gelingt es, Axel so „normal“ wie möglich aufwachsen zu lassen. Er kommt in den Kindergarten, wird eingeschult und wechselt später sogar auf das „Geräusch“ — das Wort „Gymnasium“ hat für Axel keinen Klang, und klanglose Worte sind für ihn nur „Geräusche“. Doch trotz der vermittelten Normalität verbringt er die meiste Zeit in seiner Welt, weil dort vieles einfacher ist („Es gibt Dinge, die man versteht, und es gibt Dinge, die man nicht versteht. Buntschatten gehörten zu den Dingen, die man nicht versteht.“)
Axel besteht das Abitur und beginnt ein BWL-Studium. Er hat dem System ein Schnippchen geschlagen: „Die einen bleiben sitzen, die anderen werden versetzt. Ich gehörte zu keiner der beiden Arten, ich hatte es geschafft, bereits vor der ersten Klasse sitzen zu bleiben, ohne dass es ein Lehrer gemerkt hatte.“ Trotz seines Arrangements mit der Normalität bleibt eine gewisse Tragik spürbar, denn die Gefühlswelt der Buntschatten bleibt Axel verschlossen. Die Bedeutung von Liebe, Tod, Mitleid und Humor erschließt sich ihm nur ansatzweise. Und dieses Unvermögen macht Axel wohl am meisten zu schaffen, wenn er am Ende bekennt: „Alle Jugendlichen spazierten mit Siebenmeilenstiefeln in das Leben hinaus. Niemals würde ich ihnen folgen können.“ Vielleicht gelingt es uns Buntschatten mithilfe dieses bewegenden Buches, Axel Brauns Welt ein bisschen besser zu verstehen. –Christoph Reudenbach
Kraniche und Klopfer: Roman
von Axel Brauns (Autor)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Glück liegt in Axel Brauns Roman Kraniche und Klopfer auf der Straße. Es ist aber gar nicht so leicht zu finden, zumindest dann nicht, wenn man ein Klopfer ist. Adina Adelungs Mutter hingegen sammelt das Glück von der Straße auf: Stühle, Marmeladengläser, Elektrokabel, Armbanduhren, Lippenstifte, Regenschirme: Das ist das Glück, findet die Mutter. Wie ein Eichhörnchen sammelt sie alles, was die Klopfer weggeworfen haben, und bringt es heim. Die Klopferwelt (das „Klopferland“) liegt draußen, jenseits der Haustüre, hinter der sich so würden Klopfer sagen — Berge aus Müll türmen. Aber eines Tages, zu ihrer Einschulung, wird Adina hinaus gestoßen aus dem Paradies der Mutter, in die Welt der Klopfer, die ihre Kostbarkeiten stehlen und kleine Kinder. So jedenfalls sagt es die Mutter, und unterweist die Kinder zur Vorsicht. Und so ist es kein Wunder, dass Adina an den Prüfungen, die ihr die Welt draußen auferlegt, zu scheitern droht. Also macht sich das Mädchen auf die Suche nach den Kranichen. Denn Kraniche können bekanntlich Hilfe bringen … Axel Brauns Roman Kraniche und Klopfer handelt von einer Frau, die die Welt wie ein Märchen sieht — und den Ängsten ihrer Kindern damit Nahrung gibt. Er handelt von der Macht der Phantasie ebenso wie vom Wahn des Sammelns. 2002 wurde Brauns mit seinem Buch über seine autistische Kindheit Buntschatten und Fledermäuse bekannt. Nun hat er sich endgültig in die neuere deutsche Literatur eingeschrieben. Denn Kraniche und Klopfer hat einen ganz eigenen Duktus, der verstört und bezaubert zugleich.
Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone)
von Mark Haddon (Autor), Sabine Hübner (Übersetzer)
Aus der Amazon.de-Redaktion
Große Namen erweisen diesem Buch die Ehre. Ian McEwan, der sich erst vor kurzem mit seiner tiefenpsychologischen Fallstudie Abbitte als Fachmann für die Feinmechanik menschlicher Befindlichkeiten erwiesen hat, schwärmt vom „großartigen Porträt einer kindlichen Seele“. Oliver Sacks, der berühmte Romancier und Neurologe, attestiert Mark Haddon „tiefe Einblicke in die autistische Seele, sehr bewegend, sehr glaubwürdig — und sehr witzig.“ Dabei ist Christopher Boone, „15 Jahre, 3 Monate und 2 Tage“, dem Helden dieser Geschichte, alles Witzige mehr als fremd.
Am liebsten wäre Christopher in einer Weltraumkapsel allein auf endloser Fahrt. Die Menschen, ihre Launen und Stimmungswechsel sind dem autistischen Jungen ein ewiges, kaum lösbares Rätsel. Seine Welt stellt sich als streng logisches Fakten- und Zahlenwerk dar. Er schätzt es nicht, angefasst zu werden, nimmt Speisen nur an, wenn sie einander auf dem Teller nicht berühren und nennt die Welt der Primzahlen sein Zuhause. Und Sherlock Holmes natürlich, der in seiner glasklaren Logik für den Jungen ein natürliches Vorbild darstellt. Folgerichtig schlüpft Christopher, als er Wellington, den Hund der Nachbarin Mrs. Shears, mit einer Mistgabel erstochen auffindet, in die Rolle des viktorianischen Superhirns.
Die Story, versehen mit zahlreichen Schautafeln, Zeichnungen und Tabellen aus Christophers überreicher Innenwelt, entwickelt gehörige Spannung und staubtrockenen Humor. Ganz gegen den Willen seines Vaters beginnt Christopher seine „Ermittlungen“, wird mit einem mehr als unvermuteten Hundekiller konfrontiert, enttarnt ungeahnte amouröse Verflechtungen und löst so nebenbei das Geheimnis um seine „verstorbene“ Mutter.
Wichtiger und spannender jedoch: Der Leser erhält ein seltenes und kostbares Seelenporträt eines Autisten. Wie lebt ein Junge, der das Mienenspiel seiner Mitmenschen nicht deuten kann? Der ihre metaphernreiche Sprache (Wörter wie „futtern“ oder „Augapfel“ sind für Christopher beständige Fallstricke) nicht versteht? Der immer die Wahrheit sagt? Dem ein strikter Tagesablauf alles bedeutet, neue Eindrücke hingegen zum gefährlichen Kollaps führen können? Durch den Spiegel von Christophers Auge erleben wir uns Menschen gleichsam als unlogische Geisteszwerge und emotionale Irrläufer, dauerbehindert durch Gefühle, Ressentiments, aber eben auch durch Zweifel und Skrupel. Mark Haddon hat uns mehr als einen Krimi geschenkt — einen wundervollen Einblick in eine fremde Seelenwelt.
Der Tag, an dem ich meine Stimme fand: Ein autistischer Junge erzählt
von Tito R. Mukhopadhyay (Autor), Sabine Schulte (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Tito ist Autist. Der indische Junge kann kaum sprechen, lernt aber mit Hilfe seiner Mutter zu schreiben. In diesem Buch berichtet Tito eindrucksvoll und in der Sprache eines Kindes, dennoch erstaunlich poetisch, von seiner Lebens- und Gefühlswelt, die er lange Zeit keinem begreiflich machen konnte.
Er gibt einen intensiven Einblick in die Welt des Autismus und überrascht durch seine unkonventionelle Art zu denken – die Kategorisierung von Menschen als „normal“ und „unnormal“ wird einmal mehr ad absurdum geführt.
ich will kein inmich mehr sein: botschaften aus einem autistischen kerker
von Birger Sellin (Autor), Michael Klonovsky (Herausgeber)
Klappentext
Ein Zwanzigjähriger, schwer autistisch behindert und seit seinem zweiten Lebensjahr verstummt, schreibt Texte von bizarrer Schönheit. Sie lassen uns in die „welt der kastenmenschen“ blicken und zeugen von den Qualen, denen der Autor ausgesetzt ist.
Auszug
ja ich will einmal etwas eisernes erzählen
es handelt von einem eisernen alten weisen aber wenig
reichen mann er wollte gern quatsch sichtbar machen in-
dem er wirklich ernste unsichtbare worte sichtbar mach-
te und ersichtlichen quatsch unsichtbar machte
ein richtiger opa stirbt nie
er lebt in meinem herzen weiter wie bisher
und ich werde ihn nie vergessen
er ist mir ein wichtiger weiser gewesen
er ist ruhig und gelassen und verarbeitete die worte ganz
wie es sein sollte
ich liebe ihn sehr
13.8.91
einsamkeit eiserner wille und wichtige außergewöhnli-
che erfahrungen geben dem weisen wichtige inspiration
ein eiserner wille pestet ein wesen ein es erarbeitet sich
seelische richtlinien aus inspiration erfährt derjenige der
seelische richtlinien akzeptiert wie ein einsamer inspi-
riert wird sieht meines erachtens die auserwählte schar
der einsamen wie unser wirklich einsamer idiot wuselbir-
ger also birger
16.8.91
Ein richtiger Mensch sein: Autismus, das Leben von der anderen Seite
von Gunilla Gerland (Autor), Birgitta Kicherer (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Gunilla Gerland hatte von Kind an Eigenheiten, die keiner verstand, aber auch niemand recht ernst nahm. Verzweifelt bemühte sie sich, den Erwartungen nachzukommen, die ihre Umgebung an sie stellte. Sie mußte unentwegt dem Rätsel des „Normalen“, „Selbstverständlichen“ auf der Spur sein, denn für sie selbst war eine ganz andere Realität die selbstverständliche. Die Welt von außen: Menschen gehören zu einem Raum. Wie kann es dieselbe Person sein, wenn man ihr in einem anderen Zimmer begegnet? Gunilla hat Mühe, ihre Mitschüler außerhalb des Klassenraums wiederzuerkennen. Es sind so viele, so unendlich viele „leere Gesichter“. Zweidimensionalität: An der Straße stehen viele Häuserfassaden, dahinter ist – nichts. Lärm: wirkt so unmittelbar, daß es ihr buchstäblich den Boden unter den Füßen wegzieht. Farben: Menschen, Wörter, Gefühle, eine bestimmte Atmosphäre rufen Farbempfindungen in ihr hervor.Das ist eine Möglichkeit, die verschiedenen Splitter des Lebens miteinander zu verbinden. Und damit ist Gunilla unentwegt beschäftigt. Sie beobachtet, denkt nach, stellt Theorien auf. Sie versucht sich selber zu verstehen und ahmt andere nach, um ein „richtiger Mensch“ zu sein. Sie begibt sich in Psychotherapie. Eines Tages erkennt sie in einem Buch über Autismus ihre eigenen Schwierigkeiten wieder. Gunilla Gerlands genaue, sensible, dichte Schilderung gibt die einzigartige Gelegenheit, etwas von der Wahrnehmung und dem Selbsterleben zu spüren, die für Menschen mit dieser Problematik charakteristisch sind, und unseren gewohnten Standpunkt in der Welt mit „fremden Augen“ zu betrachten.
Schau mich an!: Mein Leben mit Asperger
von John Elder Robison (Autor), Michael Schmidt (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Als Ausdruck seiner ehrlichen Zuneigung tätschelt er andere Kinder mit Knüppeln, grinst erleichtert, wenn ein Unbekannter stirbt und hält Halloween mit kleinen Explosionen im Vorgarten kinderfrei: Verhaltensweisen, die immer ein strenges Schau mich an! seiner Eltern zur Folge haben. John Elder Robison gilt in seiner Kindheit als unnormal und wird häufig gemieden. Doch als er sein großes Talent für elektrische Geräte entdeckt, öffnet sich ihm eine neue Welt: Er konstruiert flammenwerfende Gitarren für KISS und entwickelt die ersten elektronischen Spielzeuge für MB. Doch was ihn als Kind zum Außenseiter macht, lässt ihm auch im Job keine Ruhe. Erst mit vierzig Jahren erfährt er die Ursache für sein Verhalten: Er leidet am Asperger-Syndrom einer leichten Form von Autismus. In Schau mich an! erzählt John Elder Robison aus seinem Leben, wie es wirklich war: manchmal traurig, manchmal komisch, aber immer ergreifend
Ein Freund namens Henry: Die ungewöhnliche Freundschaft zwischen meinem autistischen Sohn und seinem Hund)
von Nuala Gardner (Autor), Sabine Stitz-Schilasky (Übersetzer)
Kurzbeschreibung
Als Jamie und Nuala Gardner einen Welpen für ihren Sohn Dale suchten, waren sie alles
andere als eine normale Familie. Dale litt unter Autismus. Schon die kleinste Abweichung von der täglichen Routine konnte rasende Wutanfälle auslösen, die ihn tief erschöpften und seine Eltern verzweifeln ließen. Schlüsselwörter wie „okay“ oder „stolz“ lösten Zornattacken aus, deren Dauer und Schwere unkalkulierbar waren. Schulen und Behörden stempelten Dale als untherapierbar ab. Doch seine Eltern kämpften! Um Zugang zu seiner Welt, um ein normales Leben für ihren Sohn, um Schule, Ausbildung und Zukunft. In den ersten Lebensjahren feierten sie jeden noch so kleinen Fortschritt, jedes einzelne Wort, jedes aufblitzende Anzeichen des Verstehens als Meilenstein – und scheiterten immer wieder an der Macht der Erkrankung. Der Durchbruch geschah erst mit Henry, einem kleinen Golden-Retriever-Welpen. Doch wie kann ein Hund einem Autisten helfen? Offen und ehrlich, auch den eigenen Grenzen gegenüber, erzählt die Mutter, Nuala Gardner, die berührende Geschichte dieser besonderen Freundschaft.
Ratgeber für Kinder – Geschwister und Freunde:
Mein Freund ist Autist
Beverly Bischop (Autor)
Dieses Buch ist eine hilfreiche und wertvolle Lektüre für Kinder und Erwachsene, die sich mit der autistischen Spektrumsstörung beschäftigen wollen. Es ist sowohl für Eltern, Lehrer und Erzieher, als auch für Geschwister, Spielkameraden und Mitschüler gedacht. Mit diesem buch können gemeinsam mit Kindern die Stärken und Wahrnehmungsschwierigkeiten eines Kindes mit einer autistischen Spektrumsstörung betrachtet und diskutiert werden.
Beverly Bishop ist es als betroffene Mutter gelungen, grundlegende Informationen fundiert und verständnisvoll darzustellen. Den Leser lässt sie in diesem einfühlsamen Buch an ihrer Neugier auf Vielschichtigkeit des Menschseins teilhaben. Dabei weit sie auf Schwierigkeiten infolge einer autistischen Spektrumsstörung hin, behält aber immer die Ressourcen auf Fertigkeiten der Betroffenen im Blick. Dies macht das gemeinsame Lesen des Buches so wertvoll.
Irgendwie farbig – Ein Buch auch für Geschwister und Freunde
Andre Böhnisch
Andre Böhnisch , 1975 in Thüringen geboren, bekam mit 24 Jahren die Diagnose „Asperger-Störung“.
Seit diesem Zeitpunkt setzt er sich intensiv mit dieser Behinderung und den Auswirkungen auf sein Leben
Auseinander.
Mit diesem Buch versucht er, die Probleme autistischer Menschen für andere bildlich widerzuspiegeln
Der zweite Teil umfasst als Kopiervorlagen die 78 Arbeitsblätter, die diesen Zugang ermöglichen sollen. Aufeinander aufbauend, werden die Themen „Ich bin einzigartig“, „Der Körper – Eine Entdeckungsreise durch den Körper“, „Anders sein – Über Menschen, die anders sind“ und „Autismus – Eine besondere Beeinträchtigung“ bearbeitet. Die implizite Schlussfolgerung, die aus der Arbeit mit dem Material gezogen werden kann,
Verstehen, was mit ihnen „los ist“, ist sicherlich ein starkes Bedürfnis von Menschen mit Autismus. Diese Frage ein Stück weit zu beantworten, bedarf großer Sensibilität und sehr individueller Überlegungen. Dass daher diese Veröffentlichung nicht als „Rezeptbuch“ verstanden werden kann, macht Vermeulen immer wieder selbst deutlich. Seine gut verständlichen und nachvollziehbaren Vorüberlegungen zum Einsatz des Programms sind ebenso zur Kenntnis zu nehmen wie seine Hinweise zur Vorbereitung und Gestaltung der Sitzungen. Mit Blick auf die Person, mit der man arbeiten möchte, sind sie kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu modifizieren. Wichtig und bedenkenswert erscheint auch die Überlegung des Autors, dass die Frage nach der Behinderungsverarbeitung am besten mit einem Therapeuten bearbeitet werden sollte, der nicht im alltäglichen Umgang mit dem Betroffenen tätig ist, sondern dies in einer davon – auch personell – getrennten Situation geschehen sollte.
Sicherlich legt der Autor hier kein für jeden gleichermaßen geeignetes Lernpaket vor. Wir bekommen mit dieser Mappe aber eine wertvolle Hilfe in die Hand, an der wir uns orientieren können, aus der wir auswählen können, wenn wir uns gemeinsam mit einem Betroffenen der Aufgabe stellen, zu verstehen, was es heißt, „was Besonderes“ zu sein.
Eltern mit einem autistischen Kind suchen gezielte Informationen zu drei Themenbereichen: 1. Was ist Autismus? 2. Was hilft speziell unserem Kind? 3. Wie ist der richtige Umgang im Alltag? Zu allen drei Themen bietet dieser Ratgeber fundierte Informationen direkt aus der jahrelangen Elternberatung ergänzt um Berichte aus Selbsthilfegruppen, Fallbeispielen, Erfahrungsberichte. Ein wichtiger Schwerpunkt wird auf die Innensicht gelegt: Wie erlebt mein autistisches Kind die Welt? Welche Therapie ist für welches Defizit geeignet? Und wie findet man die richtige Lebensstrategie? Bei über 70 Therapien liefert dieses Buch endlich die lang erwartete Orientierungshilfe, um die individuell beste Förderung zu finden.
Brita Schirmer ist Lehrerin an Sonderschulen in Berlin. Sie gibt die Schriftenreihe Autismus. Studien, Materialien und Quellen heraus und ist Vorstandsmitglied des Institutes für Autismusforschung Hans E. Kehrer. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Lehrerin in unterschiedlichen Funktionen hat sie immer wissenschaftlich gearbeitet, Lehraufträge an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Potsdam wahrgenommen, in Büchern und Fachzeitschriften publiziert und zahlreiche Vorträge gehalten.
Der normale Wunsch, eine eigene Wohnung zu beziehen und dort selbstbestimmt leben zu können, ist für Menschen mit Asperger-Syndrom nur schwer zu erfüllen, weil sie zwar
Dieses Fachbuch für Autismus gibt einen tiefen Einblick in die Weltsicht autistischer Menschen. Die Autorinnen lassen dazu die fiktive Autistin Coline in literarischen Texten aus deren Leben erzählen. Diese Texte stehen praxisorientierten Lerngeschichten (sozialen Anleitungen) gegenüber und gehen alltäglichen Fragen nach, wie z. B. „Warum geben Menschen einander die Hand?“ oder „Wie verliebt man sich?“ Diese Kombination – Perspektiven eines autistischen Menschen und an Alltagsfragen orientierte Sachtexte – ist neuartig. Dadurch wird das Buch für autistische wie auch für nicht-autistische Menschen gleichermaßen attraktiv und ebenso für Therapeuten und Lehrer zu einer gewinnbringenden Lektüre.
Zur therapeutischen Behandlung von Menschen mit Asperger-Autismus gibt es nur wenige Publikationen, obwohl hier großer Bedarf besteht.
Viele wichtige Aspekte der Therapie werden in diesem Buch nicht nur beschrieben, sondern auch anhand von Beispielen aus der eigenen Erfahrung der Autorin als Patientin verdeutlicht. Durch ihre psychotherapeutische Weiterbildung kann sie dabei von beiden Seiten berichten. Dies stellt die Besonderheit des Buches dar, das damit die Lücke schließt zwischen der Fachliteratur einerseits und den Erfahrungsberichten der Betroffenen andererseits – was bislang einmalig ist.
Das Buch macht Mut: Therapeuten und andere beteiligte Berufsgruppen können und sollen sich der gemeinsamen Herausforderung einer Behandlung der betroffenen Menschen stellen.
Prof. Dr. med. Dr. phil. Hans-Christoph Steinhausen studierte Medizin und Psychologie, anschließend Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, zum Klinischen Psychologen und Verhaltenstherapeuten. Tätigkeiten an den Universitäten Hamburg und Berlin, seit 1987 Lehrstuhlinhaber für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Zürich und Ärztlicher Direktor des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Zürich.
Zum Autismus-Spektrum gehören Diagnosen wie „frühkindlicher Autismus“, „atypischer Autismus“ und „Asperger-Syndrom“. Alle Störungsbilder umfassen qualitative Beeinträchtigungen der sozialen Interaktion, der Sprache sowie stereotypes und repetitives Verhalten. Für Eltern und das weitere Umfeld sind diese Verhaltensstörungen oft sehr belastend und lösen große Verunsicherung aus. Eine gute therapeutische und beratende Begleitung ist daher für alle Betroffenen besonders wichtig. Dieses Buch stellt Grundlagen der Diagnostik, Differentialdiagnose und Ätiologie sowie unterschiedliche therapeutische Ansätze ausführlich dar. Ergebnisse der neueren Forschung werden anschaulich zusammengefasst und für die Weiterentwicklung von Therapieansätzen eingeordnet. Ein Kapitel ist der Komorbidität gewidmet, da klassische psychotherapeutische Verfahren bei Personen mit autistischen Störungen häufig modifiziert werden müssen.
Christine M. Freitag, geboren 1967, studierte Evangelische Theologie und Medizin iTübingen und Berlin. Mit der Examensarbeit „Das religiöse Fundament des moralischen Handelns – Zur Ethik Paul Tillichs“ erhielt sie das 1. Kirchliche Examen in Evangelischer Theologie. Ihre Dissertation schrieb Christine M. Freitag an der Abteilung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Humboldt Universität, Charite, Berlin. Zur Zeit arbeitet sie in der Abteilung für Neuropädiatrie der Universitätskinderklinik Heidelberg
Je nach Diagnosekriterium werden pro Jahr 200 bis 4000 Kinder mit Autismus geboren, die – mehr oder weniger – intensive Betreuung im Alltag benötigen. Die Schulung von Eltern und Betreuern in den praktischen Alltagsroutinen zwischen Zähneputzen und Zubettgehen, insbesondere im Bereich der Kommunikation über gemeinsames Tun, gelingt Susan Dodd in ihrem kompetenten und mit vielen praktischen Hilfsmitteln gespickten Buch auf nachgerade mitreißende Weise. Das Buch wird jedem, der im Umfeld einem autistischen Menschen begegnet, einen Schlüssel liefern, um die kommunikativen Probleme integrativ und wirksam zu lösen – und anhand der Lernhilfen überraschende Erfahrungen mit dem emotionalen Verstehen bis hin zum Lesen im Gesichtsausdruck machen.
Susan Dodd ist eine der führenden Heilpädagoginnen Australiens (Ba DipEd, MA) und Mitglied der Australian Autism Association of NSW. Sie beschreibt in ihrem Buch ein Lernprogramm mit autistischen Kindern, das sie sehr erfolgreich für die praktische Anwendung weiterentwickelt hat.
Dieses Buch betritt Neuland. Es liegt nun erstmalig ein Fachbuch vor, das die Betreuung erwachsener Menschen aus dem autistischen Spektrum in ihren diversen Formen der stationären Betreuung aufgreift.
Mit einem Beitrag: „Das optimale Behinderten-Testament“
Störungen aus dem autistischen Spektrum sind komplexe Krankheitsbilder, die ein äußerst vielfältiges Erscheinungsbild zeigen. In dem vorliegenden Buch werden die Kernsymptome sowie die komorbiden Störungen, die diagnostische Vorgehensweise, die Behandlung und der Verlauf der Störung ausführlich anhand von konkreten Beispielen dargestellt. Die Bedeutung einer frühen Erkennung und einer interdisziplinären Behandlung werden betont. Der Text wird durch Videoclips (beiliegende DVD) und einen Überblick über die aktuellste Literatur und Forschungsergebnisse ergänzt.
In den darauf folgenden Kapiteln geht es dann um den TEACCH-Ansatz an sich, um Strukturierung und Visualisierung in der Förderung. Es werden konkrete Hilfen und Anregungen gegeben. Zur Veranschaulichung dient außerdem ein konkretes Fallbeispiel.
Dem Untertitel „Einführung in Theorie und Praxis“ wird das Buch auf jeden Fall gerecht. Die zahlreichen Ideen und Beispiele bilden einen guten Ausgangspunkt zum Entwickeln von Hilfen in seinem eigenem „Fall“.
Dass dieses Buch sowohl für Lehrer als auch für Eltern nützlich ist, spiegelt einen Grundbestandteil des TEACCH-Programmes wieder: die Beteiligten müssen partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Auch wenn ich mich wiederhole: Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!
Von der »anderen Welt« des Autismus geht immer noch eine eigentümliche Faszination aus. Diese basiert allerdings häufig auf Vorurteilen, Verallgemeinerungen und
Petra Scho, Jahrgang 1960, arbeitet seit über 20 Jahren mit Menschen aller Altersstufen, die extreme Wahrnehmungsstörungen (unter anderem Autismus) aufweisen. In ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit großer Freude in ihrem Garten, der ihr einen Ausgleich zur beruflichen Arbeit schafft.
Hausarbeit aus dem Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Benotung: 2, 12 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch
Warum ist ein Tag mit Wirsing ein guter Tag? Weil er ein ganz normaler, genau geplanter Tag ist. Für Nicole Schuster sind solche Tage supergute Tage. Die Autorin hat das Asperger-Syndrom, eine leichte Form des Autismus. Sie beschreibt auf aktuellem Forschungsstand und unter Einbeziehung eigener Erfahrungen, was das Asperger-Syndrom ist. Es ist ein Buch entstanden, das wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Erfahrungen und Eindrücken verbindet. Auf einzigartige Weise werden so die Schwierigkeiten, aber auch die besonderen Stärken der betroffenen Menschen deutlich. Die junge Frau hat einen beachtlichen Weg zurückgelegt, vom stummen und teilnahmslosen Kleinkind bis hin zu einer weltoffenen und sensiblen Erwachsenen. Auch wenn sie ihre Symptome mittlerweile ganz gut im Griff hat, wird sie niemals ein Leben ohne Autismus führen können. Nicole Schuster weiß, dass ihr manches vielleicht für immer verschlossen bleiben wird. Doch anstelle darüber zu trauern, versucht sie, Tag für Tag ihren Weg zu gehen. Autistisch sein heißt für sie, Genuss in kleinen Dingen finden zu können und schon allein dann glücklich zu sein, wenn ein Tag wie jeder andere ist.
„Dieses Buch ist eine Sensation, weil es uns einen einzigartigen Einblick in die Welt der Savants gewährt (…). Daniel Tammets Sichtweise lässt uns unser eigenes Leben mit anderen Augen sehen. Er öffnet uns den Blick für die Wundermaschine Gehirn. Er rückt das Wesen Mensch in ein anderes Licht.“ Melanie Mühl/Frankfurter Allgemeine Zeitung
Pressestimmen
„Tammet ist selbst eine Art Primzahl unter den Lebenden; er gehört zu den wenigen Menschen mit spektakulären Inselbegabungen. Kaum 50 seinesgleichen gibt es auf Erden. Und nur er ist fähig zu sagen, was in einem solchen Kopf vorgeht.“
Heute singe ich mein Leben: Eine Autistin begreift sich und ihre Welt
Sechsunddreißig Jahre lang versucht sich Dawn Prince-Hughes an eine Welt anzupassen, die ihr immer bedrohlicher erschienen ist. Dann erst steht die erschütternde Diagnose fest: Sie leidet am Asperger-Syndrom, einer seltenen Form von Autismus. In ihrer bewegenden Geschichte erzählt die heutige Anthropologin, wie sie trotz ihrer Kindheit in der Welt zurechtkommt. – Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Die Krankheit ist ihr nicht anzumerken. Wenn sie lacht, sprühen ihre Augen – sie ist auf Anhieb sympathisch. Doch es gibt auch andere Tage.“Dass man mir die Krankheit nicht ansieht, kann ein großer Nachteil sein, denn dadurch werde ich schnell überfordert“, erzählt sie. Nach der Diagnose hat sie einen Weg gefunden, mit ihrer Krankheit umzugehen. „Die professionellen Helfer waren dabei genauso wichtig, wie Freunde und meine Familie“, erzählt Nadine Brache, die heute dazu in der Lage ist, stundenweise in der Evangelischen Stiftung Alsterdorf als Verwaltungsangestellte zu arbeiten. Mit ihrem ausgeprägten Ordnungssinn bringt sie hier das Archiv auf Vordermann.
Niemand konnte ihre Welt verstehen Doch bis dahin war es ein weiter Weg. Bis dahin schlitterte sie von einer Katastrophe in die andere – in der Schulzeit in Ahrensburg, in der niemand ihr Verhalten verstehen konnte, in den Berufsausbildungen, für die sie gänzlich die Falsche war. Sie alle scheiterten an ihrer Krankheit, durch die sie nicht in der Lage ist, Wahrnehmungen zu verarbeiten, Hintergrundgeräusche auszufiltern, die Mimik und Gestik ihres Gegenübers zu deuten, Ironie zu verstehen. Sie versinkt in Tagträume, hat kein Verhältnis zu Zahlen, dafür aber einen peniblen Ordnungssinn. Sie erträgt keine Nähe, Berührungen sind ihr ein Grausen. Sie ist am liebsten allein und braucht ihren Rückzugsort, den sie mit niemandem teilt, außer mit ihren Kaninchen.
Sechsunddreißig Jahre lang versucht sich Dawn Prince-Hughes an eine Welt anzupassen, die ihr immer bedrohlicher erschienen ist. Dann erst steht die erschütternde Diagnose fest: Sie leidet am Asperger-Syndrom, einer seltenen Form von Autismus. In ihrer bewegenden Geschichte erzählt die heutige Anthropologin, wie sie trotz ihrer Kindheit in der Welt zurechtkommt.
Das besondere an diesem Buch ist die Zusammensetzung:
Mit 29 Jahre erhielt eine junge Frau die Diagnose: Asperger-Syndrom. Die Ursache ihres lebenslangen Kampfes mit Depressionen war gefunden. Ihre Verzweiflung war groß als sie erfuhr, dass dieses Syndrom nicht heilbar war. Nach einer Zeit der Entscheidungs- und Handlungslosigkeit, schaffte sie es, ihrer zunächst aussichtslosen Situation zu entkommen. Die junge Frau fand mit ihrer Persönlichkeit, ihren Interessen und Fähigkeiten eine neue Lebensaufgabe. Eine Frau erzählt aus ihrem Leben, wie sie die negativen Seiten des Asperger-Syndroms durchlebt, überwunden und gemeistert hat und heute unauffällig in der Gesellschaft lebt. „Lara Leander“ möchte auf eine Zeitreise zwischen der „normalen“ und ihrer autistischen Welt einladen.
Bis ich auf dieses Buch stieß.
Endlich lernte ich richtig zu begreifen, was mit diesen Menschen los ist, wie verschiedenartig sie trotz dem gleich Syndrom sind und wie schwierig es ist, dies zu erkennen. Auch für sie selber.
Vor allem lernen diese Menschen oft ( wenn sie die Kindheit ohne erkannt zu werden hinter sich gelassen haben) mit zunehmendem Alter sich nach außen hin relativ „normal“ wie die anderen zu verhalten und zu benehmen, was aber eine unbegreifliche Anstrengung bedeutet, körperlich, geistig und seelisch.
Ich kann diese Buch absolut empfehlen, für Betroffene und Nichtbetroffene.
Viele Hilfen für die Asperger selbst, für Freunde, Lehrer, Arbeitgeber sind dort endlich zu finden.
Elija ist nicht wie andere Kinder, Elija ist anders. „Asperger Syndrom“ – eine besondere Form des Autismus – lautet schließlich die Diagnose für sein rätselhaftes Verhalten, der Beginn eines langen und steinigen Weges für Mutter und Kind. Valerie Paradiz schreibt auf sehr einfühlsame, anrührende und poetische Weise die Chronik der Krankheit ihres Sohnes. Fundiert und kenntnisreich erklärt sie das Phänomen „Asperger Syndrom“ mit seinen Besonderheiten. Anhand von berühmten genialen Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder Andy Warhol, die heute wahrscheinlich als Autisten gelten würden, zeichnet sie ein anderes Bild des Autismus und verleiht dieser fremden, geheimnisvollen, reichen inneren Welt eine Stimme. Ihr eindrucksvoller Erfahrungsbericht wendet sich gleichermaßen an das interessierte Publikum wie an Fachleute.
Jeder kann über sich hinauswachsen und seine Gedächtnisleistung verbessern, davon ist Daniel Tammet überzeugt. Er gehört zu ungefähr hundert Savants auf der Welt, die außergewöhnliche geistige Fähigkeiten besitzen. Doch im Gegensatz zu den anderen kann Tammet sich seiner Umwelt mitteilen und seine Denkprozesse beschreiben. Wissenschaftler meinen, dass diese besonderen Fähigkeiten in jedem von uns schlummern und wir sie nur aktivieren müssen. Auch Tammet denkt so und regt an, die unkonventionellen Lernformen eines Autisten zu nutzen. Und wer weiß, vielleicht sind wir dann bald wie er in der Lage, die Zahl Pi bis zur 22.514sten Stelle zu rezitieren oder eine Woche vor dem Urlaub die jeweilige Landessprache zu erlernen.
Buntschatten und Fledermäuse, so unterscheidet Axel Brauns die Menschen in seiner Umgebung. Buntschatten verhalten sich ruhiger und lassen ihm die Chance, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Fledermäuse hingegen flattern wild um ihn herum, und in ihrer Gegenwart fühlt er sich nicht wohl. Axel ist Autist und lebt in einer anderen Welt. Sein Buch gewährt uns einen tiefen Einblick in diese abgegrenzte, auf einer eigenen Ordnung beruhenden Welt, in der sich Axel wohl fühlt, die er aber gezwungenermaßen verlassen muss, um in unserer Gesellschaft nicht unter die Räder zu kommen.
Das Glück liegt in Axel Brauns Roman Kraniche und Klopfer auf der Straße. Es ist aber gar nicht so leicht zu finden, zumindest dann nicht, wenn man ein Klopfer ist. Adina Adelungs Mutter hingegen sammelt das Glück von der Straße auf: Stühle, Marmeladengläser, Elektrokabel, Armbanduhren, Lippenstifte, Regenschirme: Das ist das Glück, findet die Mutter. Wie ein Eichhörnchen sammelt sie alles, was die Klopfer weggeworfen haben, und bringt es heim. Die Klopferwelt (das „Klopferland“) liegt draußen, jenseits der Haustüre, hinter der sich so würden Klopfer sagen — Berge aus Müll türmen. Aber eines Tages, zu ihrer Einschulung, wird Adina hinaus gestoßen aus dem Paradies der Mutter, in die Welt der Klopfer, die ihre Kostbarkeiten stehlen und kleine Kinder. So jedenfalls sagt es die Mutter, und unterweist die Kinder zur Vorsicht. Und so ist es kein Wunder, dass Adina an den Prüfungen, die ihr die Welt draußen auferlegt, zu scheitern droht. Also macht sich das Mädchen auf die Suche nach den Kranichen. Denn Kraniche können bekanntlich Hilfe bringen … Axel Brauns Roman Kraniche und Klopfer handelt von einer Frau, die die Welt wie ein Märchen sieht — und den Ängsten ihrer Kindern damit Nahrung gibt. Er handelt von der Macht der Phantasie ebenso wie vom Wahn des Sammelns. 2002 wurde Brauns mit seinem Buch über seine autistische Kindheit Buntschatten und Fledermäuse bekannt. Nun hat er sich endgültig in die neuere deutsche Literatur eingeschrieben. Denn Kraniche und Klopfer hat einen ganz eigenen Duktus, der verstört und bezaubert zugleich.
Große Namen erweisen diesem Buch die Ehre. Ian McEwan, der sich erst vor kurzem mit seiner tiefenpsychologischen Fallstudie Abbitte als Fachmann für die Feinmechanik menschlicher Befindlichkeiten erwiesen hat, schwärmt vom „großartigen Porträt einer kindlichen Seele“. Oliver Sacks, der berühmte Romancier und Neurologe, attestiert Mark Haddon „tiefe Einblicke in die autistische Seele, sehr bewegend, sehr glaubwürdig — und sehr witzig.“ Dabei ist Christopher Boone, „15 Jahre, 3 Monate und 2 Tage“, dem Helden dieser Geschichte, alles Witzige mehr als fremd.
Tito ist Autist. Der indische Junge kann kaum sprechen, lernt aber mit Hilfe seiner Mutter zu schreiben. In diesem Buch berichtet Tito eindrucksvoll und in der Sprache eines Kindes, dennoch erstaunlich poetisch, von seiner Lebens- und Gefühlswelt, die er lange Zeit keinem begreiflich machen konnte.
Er gibt einen intensiven Einblick in die Welt des Autismus und überrascht durch seine unkonventionelle Art zu denken – die Kategorisierung von Menschen als „normal“ und „unnormal“ wird einmal mehr ad absurdum geführt.
Ein Zwanzigjähriger, schwer autistisch behindert und seit seinem zweiten Lebensjahr verstummt, schreibt Texte von bizarrer Schönheit. Sie lassen uns in die „welt der kastenmenschen“ blicken und zeugen von den Qualen, denen der Autor ausgesetzt ist.
ja ich will einmal etwas eisernes erzählen
es handelt von einem eisernen alten weisen aber wenig
reichen mann er wollte gern quatsch sichtbar machen in-
dem er wirklich ernste unsichtbare worte sichtbar mach-
te und ersichtlichen quatsch unsichtbar machte
ein richtiger opa stirbt nie
er lebt in meinem herzen weiter wie bisher
und ich werde ihn nie vergessen
er ist mir ein wichtiger weiser gewesen
er ist ruhig und gelassen und verarbeitete die worte ganz
wie es sein sollte
ich liebe ihn sehr
che erfahrungen geben dem weisen wichtige inspiration
ein eiserner wille pestet ein wesen ein es erarbeitet sich
seelische richtlinien aus inspiration erfährt derjenige der
seelische richtlinien akzeptiert wie ein einsamer inspi-
riert wird sieht meines erachtens die auserwählte schar
der einsamen wie unser wirklich einsamer idiot wuselbir-
ger also birger
Gunilla Gerland hatte von Kind an Eigenheiten, die keiner verstand, aber auch niemand recht ernst nahm. Verzweifelt bemühte sie sich, den Erwartungen nachzukommen, die ihre Umgebung an sie stellte. Sie mußte unentwegt dem Rätsel des „Normalen“, „Selbstverständlichen“ auf der Spur sein, denn für sie selbst war eine ganz andere Realität die selbstverständliche. Die Welt von außen: Menschen gehören zu einem Raum. Wie kann es dieselbe Person sein, wenn man ihr in einem anderen Zimmer begegnet? Gunilla hat Mühe, ihre Mitschüler außerhalb des Klassenraums wiederzuerkennen. Es sind so viele, so unendlich viele „leere Gesichter“. Zweidimensionalität: An der Straße stehen viele Häuserfassaden, dahinter ist – nichts. Lärm: wirkt so unmittelbar, daß es ihr buchstäblich den Boden unter den Füßen wegzieht. Farben: Menschen, Wörter, Gefühle, eine bestimmte Atmosphäre rufen Farbempfindungen in ihr hervor.Das ist eine Möglichkeit, die verschiedenen Splitter des Lebens miteinander zu verbinden. Und damit ist Gunilla unentwegt beschäftigt. Sie beobachtet, denkt nach, stellt Theorien auf. Sie versucht sich selber zu verstehen und ahmt andere nach, um ein „richtiger Mensch“ zu sein. Sie begibt sich in Psychotherapie. Eines Tages erkennt sie in einem Buch über Autismus ihre eigenen Schwierigkeiten wieder. Gunilla Gerlands genaue, sensible, dichte Schilderung gibt die einzigartige Gelegenheit, etwas von der Wahrnehmung und dem Selbsterleben zu spüren, die für Menschen mit dieser Problematik charakteristisch sind, und unseren gewohnten Standpunkt in der Welt mit „fremden Augen“ zu betrachten.
Als Ausdruck seiner ehrlichen Zuneigung tätschelt er andere Kinder mit Knüppeln, grinst erleichtert, wenn ein Unbekannter stirbt und hält Halloween mit kleinen Explosionen im Vorgarten kinderfrei: Verhaltensweisen, die immer ein strenges Schau mich an! seiner Eltern zur Folge haben. John Elder Robison gilt in seiner Kindheit als unnormal und wird häufig gemieden. Doch als er sein großes Talent für elektrische Geräte entdeckt, öffnet sich ihm eine neue Welt: Er konstruiert flammenwerfende Gitarren für KISS und entwickelt die ersten elektronischen Spielzeuge für MB. Doch was ihn als Kind zum Außenseiter macht, lässt ihm auch im Job keine Ruhe. Erst mit vierzig Jahren erfährt er die Ursache für sein Verhalten: Er leidet am Asperger-Syndrom einer leichten Form von Autismus. In Schau mich an! erzählt John Elder Robison aus seinem Leben, wie es wirklich war: manchmal traurig, manchmal komisch, aber immer ergreifend
Als Jamie und Nuala Gardner einen Welpen für ihren Sohn Dale suchten, waren sie alles
